Die optimale Kur, eine Kreuzfahrt?

Hapag Lloyd
MS Columbus

Die perfekte Kur um aktiv zu bleiben bzw. um eine Demenz im Vorfeld zu verhindern wird es leider nicht auf Krankenschein geben. Die perfekte Prävention ist eine Kreuzfahrt, oder könnte es zumindest sein.

Meine Eltern haben über viele Jahre regelmäßig Kreuzfahrten mit verschiedenen Schiffen gemacht. Und so lange sie regelmäßig Kreuzfahrten  gemacht haben, konnte ich beobachten, wie diese Reisen sie aktiv und gesund gehalten haben.

Hier passiert vieles von dem, was zur Vermeidung einer Demenz machen kann. Wir werden immer älter und so müssen wir darauf achten, dass wir diese zusätzlichen Jahre in einer aktiven und attraktiven Art und Weise erleben dürfen!

Wenn Sie sich mein Programm „sieben Schritte weg von der Demenz“ auf der Startseite dieser Homepage anschauen, werden Sie davon einiges im Alltag einer typischen Kreuzfahrt wiederfinden.

Beginnen wir mit dem ersten Schritt, mit der sozialen Aktivität: es ist selbstredend, dass man auf einem Kreuzfahrtschiff selten alleine bleibt. Es werden kontinuierlich Aktivitäten angeboten, mit denen die Crew versucht die Passagiere zu unterhalten. Auch zwischen den Passagieren kommt es häufig zu Bekanntschaften und manchmal auch zu echten Freundschaften.

Der zweite Schritt der Prävention ist die körperliche Aktivität. Da ein Schiff eine autofreie Zone ist, und die verschiedenen Veranstaltungen an verschiedenen Orten des Schiffs stattfinden, werden relativ viele Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Ich war immer überrascht, wenn mein Aktivitätstracker (eine Polar Armbanduhr, welche jeden meiner Schritte zählt) am Abend zufrieden mit mir war, und anzeigte wieviele Schritte ich über den Tag zurückgelegt habe, obwohl ich subjektiv eigentlich faul war und gar keinen Sport gemacht habe.
Auch die Ausflüge führen, obwohl sie meistens mit Bussen gemacht werden, zu einer weiteren körperlichen Aktivität. Zusätzlich zu diesen Aktivitäten werden verschiedene sportliche Aktivitäten angeboten. Eine dieser sportlichen Aktivitäten ist der gemeinsame Tanz. Tanzen ist aus meiner Sicht der optimale Sport in der Demenzprävention. Das gemeinsame Tanzen macht Spaß, ist sozial aktiv, ist sportlich und ist ein gutes Gedächtnistraining. Warum Gedächtnistraining: auch das Erlernen von Tanzschritten, die Choreografie des Tanzes ist eine Gedächtnissleistung, welche trainiert werden muss.

Und damit kommen wir auch schon zum dritten Schritt, der geistigen Aktivität.  Alles Neue das wir bewusst erleben ist Lernen im weitesten Sinn. Die Ausflüge welche immer wieder gemacht werden, führen einen zu den schönsten Orten welche auf dem Seeweg erreichbar sind. Zusätzlich zu den Ausflügen gibt auf vielen Kreuzfahrten Lektoren, die am Vortag eines Ausfluges über das angestrebte Ziel oder andere Themen interessante Vorträge halten.
Auch das auf Schiffen beliebte Bingo ist, wenn man es mag, eine Form der geistigen Aktivität.

Batnfjordsøra, Møre og Romsdal Fylke, Norge

Der vierte Schritt ist die Entspannung. Dass eine Kreuzfahrt entspannend ist, ist eigentlich logisch. Anstatt mit dem Auto im Urlaub von Ort zu Ort und von Hotel zu Hotel zu fahren, bringt es einen ein Kreuzfahrtsschiff in Form eines schwimmenden Hotels an verschiedene schöne Orte. Nachdem die Geschwindigkeit eines Kreuzfahrtschiffes sehr beschaulich ist, bleibt immer ausreichend Zeit um sich an Bord in einen Deckchair zu setzen, und dass Meer oder die Landschaft die an einem vorbeifließt, zu beobachten.

Und damit kommen wir schon zum fünften Schritt, zum Schlaf. Ich habe bisher ausgezeichnet auf Schiffen geschlafen. Ob die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes aber generell besser schlafen als zu Hause kann ich nicht sagen?

Der nächste Schritt ist die mediterrane Diät. Hier ist die Qualitätsstufe des Schiffes von großer Bedeutung. Dass man auf einem Kreuzfahrtschiff gut essen kann, ist aber allgemein bekannt. Das Essen auf einem Kreuzfahrtschiff ist häufig sehr reich an Obst, Gemüse und vor allem reich an Fisch. Ich habe mir einmal sagen lassen, das auf der MS Europa ein erheblicher Teil des europäischen Vorrates an Kaviar gebunkert wäre, vielleicht war das aber auch Seemannsgarn?

Und nun zum letzten Schritt, der Vermeidung von Risikofaktoren. Die typischen Risikofaktoren sind Depression, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Schlafapnoe aber auch Rauchen, Drogenkonsum oder auch exzessiver Alkoholkonsum.
Um eine Demenz zu verhindern ist es wichtig diese Krankheiten frühzeitig zu behandeln, diese Krankheiten sollte man also lieber von seinem Vertrauensarzt am Heimatort behandlen lassen. Und die oben hochgelobte Küche sollte einem bei einer Kreuzfahrt keinen Strich durch die Vorsorge-Bilanz-Rechnung machen, der Blutzucker und Blutdruck sollte nicht durch eine zu übermaßige Konsumation an Bord gefördert werden.

Zusammengefasst kann man sagen, dass bei richtiger Planung eine Kreuzfahrt die optimale Kur zur Vermeidung einer Demenz sein kann. Wie gesagt, schade dass sie von den Krankenkassen nicht finanziert wird, ins besonders nachdem man so eine Kur mehrmals jährlich machen sollte.

Scientific America verspricht ein neues Medikament gegen Alzheimer

In diesem Fall wird ein vielversprechendes Präparat vorgestellt, welches bei Frühformen der Demenz den kognitiven Abbau reduzieren kann und die Bildung von Amyloid Plaques verhindert, welche mit der Entstehung von Alzheimer in Verbindung gebracht wird.

Mehrere Firmen arbeiten an Medikamenten gegen Alzheimer. Speziell in den letzten Monaten gab es mehrere Rückschläge, doch die zuletzt veröffentlicheten Daten lassen hoffen, dass doch noch das eine oder andere Medikament in der Behandlung einer Alzheimer Demenz zugelassen wird.

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Medikament gegen Krebs

könnte Alzheimer erfolgreich behandeln?

In dieser Studie wird neben einer möglichen Ursache für eine Alzheimer Demenz auch gleich eine mögliche Therapie beschrieben. Es wurde bereits häufig ein Mittel gegen Alzheimer versprochen, meist klappt es dann aber doch nicht bis zur Marktreife.

Diese Studie an Mäusen ist vielversprechend, aber ob die Ergebnisse so auf Menschen übertragbar sind steht noch in den Sternen… warten wir es ab

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Neues Neuroleptikum bei Schizophrenie und Depression

Ein neues Medikament zur Behandlung der Depression und Schizophrenie wurde in der USA zugelassen. Mal schauen ob es auch in Europa zugelassen, und in Österreich finanziert wird.

Es ist laut diesem Bericht ein partieller 5-HT1A und D2 Agonist und ein 5-HT2A Antagonist. Somit eine vielversprechende Substanz.

http://psylex.de/

http://www.pharmaceutical-journal.com/

Licht am Ende vom Tunnel

Nach einer langen Zeit der Stagnation tut sich wieder was in der Forschung um die Alzheimer Erkrankung. Diese Krankheit, die ein englischer Politiker als die Pest des 21 Jahrhunderts bezeichnet hat, könnte bald ihren Schrecken verlieren, zumindest für die betroffenen Patienten, die in der Frühphase erkannt und behandelt werden.

Die Krankenkassen dürfen anders dazu stehen, das könnte – ähnlich wie die Hepatitis – ein Loch in deren Budget reißen?

http://www.zeit.de/2015/29/alzheimer-demenz-heilung-medikament

Demenz im ICD-10-WHO

Demenz (F00-F03)

ist ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen. Das Bewusstsein ist nicht getrübt. Die kognitiven Beeinträchtigungen werden gewöhnlich von Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation begleitet, gelegentlich treten diese auch eher auf. Dieses Syndrom kommt bei Alzheimer-Krankheit, bei zerebrovaskulären Störungen und bei anderen Zustandsbildern vor, die primär oder sekundär das Gehirn betreffen.

Soll eine zugrunde liegende Krankheit angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer zu benutzen.

F00*Demenz bei Alzheimer-Krankheit (G30.-†)

Die Alzheimer-Krankheit ist eine primär degenerative zerebrale Krankheit mit unbekannter Ätiologie und charakteristischen neuropathologischen und neurochemischen Merkmalen. Sie beginnt meist schleichend und entwickelt sich langsam aber stetig über einen Zeitraum von mehreren Jahren.

F00.0*Demenz bei Alzheimer-Krankheit, mit frühem Beginn (Typ 2) (G30.0†)

Demenz bei Alzheimer-Krankheit mit Beginn vor dem 65. Lebensjahr. Der Verlauf weist eine vergleichsweise rasche Verschlechterung auf, es bestehen deutliche und vielfältige Störungen der höheren kortikalen Funktionen.

Alzheimer-Krankheit, Typ 2

Präsenile Demenz vom Alzheimer-Typ

Primär degenerative Demenz vom Alzheimer-Typ, präseniler Beginn

F00.1*Demenz bei Alzheimer-Krankheit, mit spätem Beginn (Typ 1) (G30.1†)

Demenz bei Alzheimer-Krankheit mit Beginn ab dem 65. Lebensjahr, meist in den späten 70er Jahren oder danach, mit langsamer Progredienz und mit Gedächtnisstörungen als Hauptmerkmal.

Alzheimer-Krankheit, Typ 1

Primär degenerative Demenz vom Alzheimer-Typ, seniler Beginn

Senile Demenz vom Alzheimer-Typ (SDAT)

F00.2*Demenz bei Alzheimer-Krankheit, atypische oder gemischte Form (G30.8†)

Atypische Demenz vom Alzheimer-Typ

F00.9*Demenz bei Alzheimer-Krankheit, nicht näher bezeichnet (G30.9†)

F01Vaskuläre Demenz

Die vaskuläre Demenz ist das Ergebnis einer Infarzierung des Gehirns als Folge einer vaskulären Krankheit, einschließlich der zerebrovaskulären Hypertonie. Die Infarkte sind meist klein, kumulieren aber in ihrer Wirkung. Der Beginn liegt gewöhnlich im späteren Lebensalter.

Inkl.:

Arteriosklerotische Demenz

F01.0Vaskuläre Demenz mit akutem Beginn

Diese entwickelt sich meist sehr schnell nach einer Reihe von Schlaganfällen als Folge von zerebrovaskulärer Thrombose, Embolie oder Blutung. In seltenen Fällen kann eine einzige massive Infarzierung die Ursache sein.

F01.1Multiinfarkt-Demenz

Sie beginnt allmählich, nach mehreren vorübergehenden ischämischen Episoden (TIA), die eine Anhäufung von Infarkten im Hirngewebe verursachen.

Vorwiegend kortikale Demenz

F01.2Subkortikale vaskuläre Demenz

Hierzu zählen Fälle mit Hypertonie in der Anamnese und ischämischen Herden im Marklager der Hemisphären. Im Gegensatz zur Demenz bei Alzheimer-Krankheit, an die das klinische Bild erinnert, ist die Hirnrinde gewöhnlich intakt.

F01.3Gemischte kortikale und subkortikale vaskuläre Demenz

F01.8Sonstige vaskuläre Demenz

F01.9Vaskuläre Demenz, nicht näher bezeichnet

F02*Demenz bei anderenorts klassifizierten Krankheiten

Formen der Demenz, bei denen eine andere Ursache als die Alzheimer-Krankheit oder eine zerebrovaskuläre Krankheit vorliegt oder vermutet wird. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten, selten jedoch im höheren Alter.

F02.0*Demenz bei Pick-Krankheit (G31.0†)

Eine progrediente Demenz mit Beginn im mittleren Lebensalter, charakterisiert durch frühe, langsam fortschreitende Persönlichkeitsänderung und Verlust sozialer Fähigkeiten. Die Krankheit ist gefolgt von Beeinträchtigungen von Intellekt, Gedächtnis und Sprachfunktionen mit Apathie, Euphorie und gelegentlich auch extrapyramidalen Phänomenen.

F02.1*Demenz bei Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (A81.0†)

Eine progrediente Demenz mit vielfältigen neurologischen Symptomen als Folge spezifischer neuropathologischer Veränderungen, die vermutlich durch ein übertragbares Agens verursacht werden. Beginn gewöhnlich im mittleren oder höheren Lebensalter, Auftreten jedoch in jedem Erwachsenenalter möglich. Der Verlauf ist subakut und führt innerhalb von ein bis zwei Jahren zum Tode.

F02.2*Demenz bei Chorea Huntington (G10†)

Eine Demenz, die im Rahmen einer ausgeprägten Hirndegeneration auftritt. Die Störung ist autosomal dominant erblich. Die Symptomatik beginnt typischerweise im dritten und vierten Lebensjahrzehnt. Bei langsamer Progredienz führt die Krankheit meist innerhalb von 10 – 15 Jahren zum Tode.

Demenz bei Huntington-Krankheit

F02.3*Demenz bei primärem Parkinson-Syndrom (G20†)

Eine Demenz, die sich im Verlauf einer Parkinson-Krankheit entwickelt. Bisher konnten allerdings noch keine charakteristischen klinischen Merkmale beschrieben werden.

Demenz bei:

  • Paralysis agitans
  • Parkinsonismus oder Parkinson-Krankheit

F02.4*Demenz bei HIV-Krankheit [Humane Immundefizienz-Viruskrankheit] (B22.0†)

Eine Demenz, die sich im Verlauf einer HIV-Krankheit entwickelt, ohne gleichzeitige andere Krankheit oder Störung, die das klinische Bild erklären könnte.

F02.8*Demenz bei anderenorts klassifizierten Krankheitsbildern

Demenz (bei):

  • Epilepsie (-†)
  • hepatolentikulärer Degeneration [M. Wilson] (0†)
  • Hyperkalziämie (5†)
  • Hypothyreose, erworben (-†, E03.-†)
  • Intoxikationen (T36-T65†)
  • Multipler Sklerose (G35†)
  • Neurosyphilis (1†)
  • Niazin-Mangel [Pellagra] (E52†)
  • Panarteriitis nodosa (0†)
  • systemischem Lupus erythematodes (-†)
  • Trypanosomiasis (-†, B57.-†)
  • Urämie (5†)
  • Vitamin-B12-Mangel (8†)
  • zerebraler Lipidstoffwechselstörung (-†)

F03Nicht näher bezeichnete Demenz

Inkl.:

Präsenil:

  • Demenz o.n.A.
  • Psychose o.n.A.

Primäre degenerative Demenz o.n.A.

Senil:

  • Demenz:
    • depressiver oder paranoider Typus
    • n.A.
  • Psychose o.n.A.

Exkl.:

Senile Demenz mit Delir oder akutem Verwirrtheitszustand (F05.1)

Senilität o.n.A. (R54)

 

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Delir im ICD-10-WHO

F05 Delir, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt

Ein ätiologisch unspezifisches hirnorganisches Syndrom, das charakterisiert ist durch gleichzeitig bestehende Störungen des Bewusstseins und der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, des Denkens, des Gedächtnisses, der Psychomotorik, der Emotionalität und des Schlaf-Wach-Rhythmus. Die Dauer ist sehr unterschiedlich und der Schweregrad reicht von leicht bis zu sehr schwer.

Inkl.:

Akut oder subakut:

  • exogener Reaktionstyp
  • hirnorganisches Syndrom
  • psychoorganisches Syndrom
  • Psychose bei Infektionskrankheit
  • Verwirrtheitszustand (nicht alkoholbedingt)

Exkl.:

Delirium tremens, alkoholbedingt oder nicht näher bezeichnet (F10.4)

F05.0Delir ohne Demenz

F05.1Delir bei Demenz

Diese Kodierung soll für Krankheitsbilder verwendet werden, die die oben erwähnten Kriterien erfüllen, sich aber im Verlauf einer Demenz entwickeln (F00-F03).

F05.8Sonstige Formen des Delirs

Delir mit gemischter Ätiologie

Postoperatives Delir

F05.9Delir, nicht näher bezeichnet

F06Andere psychische Störungen aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit

Diese Kategorie umfasst verschiedene Krankheitsbilder, die ursächlich mit einer Hirnfunktionsstörung in Zusammenhang stehen als Folge von primär zerebralen Krankheiten, systemischen Krankheiten, die sekundär das Gehirn betreffen, exogenen toxischen Substanzen oder Hormonen, endokrinen Störungen oder anderen körperlichen Krankheiten.

Exkl.:

In Verbindung mit Demenz, wie unter F00-F03 beschrieben

Psychische Störung mit Delir (F05.-)

Störungen durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen (F10-F19)

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